Passionsgeschichte

 

Römer 10,9-11 und Epheser 2,9
Einige Gedanken von Magdalena:
Ist es nicht der absolute Hammer, dass wir einfach so von Gott gerettet sind. Wir brauchen nichts zu tun, nichts Bestimmtes leisten, uns nicht irgendwie verstellen oder auch nicht eine mega schwere Lebensaufgabe bewältigen. Nichts! Ist das nicht verrückt? Nur weil Gott uns so unendlich liebt, seine Gnade und all seine Liebe eben einfach unbegreifbar ist, rettet er uns. Er vergibt uns alles, liebt uns so unendlich und wir müssen nichts tun. Es ist ein Geschenk, sein Geschenk an uns. Krass oder, wer kann einem schon so ein Geschenk machen: Ich vergebe dir alles, liebe dich für immer in jeder Sekunde in jeder Situation, will dich retten und will, dass du für immer zu mir gehörst, mein Freund bist.
Wir können nur sehr schwer so etwas schenken. Aber ist es nicht genial, dass wir das nicht machen müssen. Jeder von uns hat dieses Geschenk schon bekommen und erhält es. Einfach so, nur weil es genau dich gibt. Das Einzige was wir machen können, ist es anzunehmen. Mehr nicht! Es annehmen, umsetzen, uns freuen, bedanken und ihm vertrauen.
Für mich war es oft so, dass ich mir Gedanken gemacht habe was ich denn alles für Gott machen muss. So oft wie möglich oder jeden Tag Bibel lesen, immer beten und alles so perfekt machen und sein. Wenn das nicht funktioniert hat, war das echt schwer, ich habe sofort schlecht über mich gedacht und es hat mich aus der Bahn geworfen. Es hat lange gedauert, aber dann habe ich es auch endlich verstanden, es hat richtig klick gemacht. Ich muss das alles nicht machen, ich muss gar nichts davon machen. Egal was und was ich auch nicht mache, Gott liebt mich immer, ist immer da, hört mich und kümmert sich. Es ist das Geschenk, eine Tatsache, die er uns einfach schenkt. Seine Liebe und Zuneigung zu dir ist immer da, einfach weil es dich gibt. Sie ist unbegrenzt. Du musst nichts tun, nur seine Liebe zu dir annehmen. Alles andere wird er dir zeigen und wirst du mit der Zeit entdecken.

 

 

Matthäus 28,1-20
Einige Gedanken von Thomas und Ulrike:
Stell dir vor, es ist eine aussichtslose Situation eingetroffen und du durchlebst diese in Gedanken immer wieder. du kannst sie nicht mehr aufhalten oder ändern, für dich ist es ohne Hoffnung, es gibt keine Lösung.

So ähnlich mag es Maria und Maria Magdalena ergangen sein, als sie noch im Morgengrauen zum Grab ihres Herrn liefen. In ihren Gedanken bei IHM, sein Leiden am Kreuz, sein blutiger Körper, seine letzten verzweifelten Worte:
Eli, eli lama sabachthami  (Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen).

Doch plötzlich hat sich die Situation geändert, die Erde bebte und ein Engel hatte den Stein vor dem Grab weggerollt. Es überkam sie Furcht und gleichzeitig auch große Freude. Das Grab war leer, war Jesus wirklich auferstanden?
Der Engel bezeugte die Passivität Jesu mit den Worten: „Er ist nicht hier, er ist AUFERWECKT worden“.  Gott war der Aktive.

Christus der leidende Gottesknecht, der gedemütigt und zerschlagen wurde, hat nun den Sieg über den größten Feind der Menschen errungen und ER lebt in Ewigkeit als Sieger.
Der Tod hatte keine Macht mehr über ihn, dass durften auch die Jünger durch die Begegnungen mit Jesus, ihrem auferstandenen Herrn, erleben. Die Tatsache, dass das Grab wirklich leer war, schenkt uns nicht nur hier und jetzt Hoffnung, sondern gibt uns auch Gewissheit der zukünftigen Auferstehung und des zukünftigen ewigen Lebens.

Wäre Christus nicht auferweckt worden, dann wären wir die bemitleidenswertesten Menschen, weil wir einem schrecklichem Betrug zum Opfer gefallen wären, unerfüllte Hoffnung der Erlösung von Sünde und Tod. Kein Wunder also, dass für uns,
die Gemeinde Jesu, das Fest der Auferstehung eine solch große Freude auslöst, denn wenn wir ehrlich sind, fürchten wir alle den Tod, auch als Gläubige.

Das leere Grab fordert uns heraus, zu Gott zurückzukehren, bei ihm Vergebung unserer Schuld zu erbitten und auf Christus den Retter zu vertrauen.

Wir gehen zurück zur Situation am Anfang. Auch wir dürfen erleben, dass aussichtslose, endgültige Situationen für Gott kein Problem darstellen. Dieser Glaubensgehorsam, den Jesus am Kreuz vollzog, sollte auch unser Leben prägen, dann werden auch wir Siege erringen.
Wenn du Jesus bereits nachfolgst, dann bezeuge ihn. Die letzten Verse in diesem Auferstehungsbericht bestehen aus einem Sieges- und Sendungswort.

Alle Vollmacht im Himmel und auf Erden ist jetzt in der Hand des Herrn, sie ist ihm von seinem Vater gegeben. Mögen wir mehr und mehr von der Tatsache der Auferstehung  geprägt sein, damit unser Weltbild auf Gott ausgerichtet ist und wir in Hoffnung und als Jesu Zeugen leben, weil er der Sieger ist.

Deshalb dürfen wir jeden Tag neu bekennen:
Christus ist gestorben, Christus ist auferstanden und Christus wird sicher wiederkommen.

 

 

 

Matthäus 27, 57 – 66

Einige Gedanken von Michael S.:

Manche von uns haben sich in den letzten Jahren von einem geliebten Menschen verabschieden müssen. Als meine Mutter vor zwei Jahren verstorben ist, hat es mich innerlich zerrissen. Der Abschied tat so weh.

In der Trauer sind mir die Verse aus dem Buch der Prediger wichtig geworden:

Besser in ein Trauerhaus gehen, als in ein Hochzeitshaus, denn da zeigt sich das Ende jedes Menschen und der Lebende nimmt es sich zu Herzen. Besser verdrießlich sein als lachen, denn bei trüber Miene geht es dem Herzen gut. Der Weise geht lieber in ein Trauerhaus, der Dummkopf in ein Haus, wo man sich freut. Prediger 7, 2-4

 

Den Jüngern muss es nach dem Tod Jesu ähnlich ergangen sein. In diesem Moment war auch ihre Hoffnung dahin. Sie waren am Boden zerstört.

Der Tod schafft damals wie heute eine harte Realität, Nüchternheit und Konsequenz. Wenn wir dem Tod ins Auge sehen, wird uns bewusst, was wichtig und was unwichtig ist. Wir lassen Nichtiges und kümmern uns ums Wesentliche.

Josef von Arimatäa gibt Jesus ein ehrenvolles Begräbnis. Er gehörte zum Hohen Rat und war ein geachteter Mann, aber auch ein heimlicher Jünger Jesu (Joh. 19,38). Er übernimmt die Bestattung und zeigt damit seine Liebe zu Jesus.

Das Begräbnis ist in der Bibel ein Bild für die Taufe. Paulus schreibt, dass wir durch die Taufe „mit Christus in den Tod hinein begraben worden“ sind. Wir sind „mit seinem Tod vereinigt worden“ (Römer 6, 4-5).

Unsere Rettung verdanken wir der Auferstehung von Jesus Christus (1.Petr. 3,21).

Welche Hoffnungen und Ziele erfüllen uns? Was bewegt Dich?

Jesus hat unsere Schuld und Versagen ans Kreuz getragen. Sie wurden mit ihm begraben.

Er schenkt uns neues Leben. Lasst uns aus Liebe zu Jesus „ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns umstrickt. Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist“. Hebr. 12, 1

 

 

Matthäus 27,1-56

Einige Gedanken von Gudrun:

Pilatus ließ Jesus geißeln. Nach der Art der Römer hat das den ganzen Rücken zerfetzt. Aus Liebe hat das der HERR ertragen, damit er uns befreien kann. Bei Jesaja 53 lesen wir: Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen……durch seine Wunden sind wir geheilt. Sein Erlösungswerk gilt Körper, Seele und Geist!

 

…und flochten ihm eine Dornenkrone und setzten sie ihm aufs Haupt. Dornen stehen in der Bibel als Synonym für die Sünde. Er trug die Sünden der ganzen Welt. Jesus trug die Dornenkrone, damit der Vater dich krönen kann mit Gnade und Barmherzigkeit!

Als sie ihn gekreuzigt hatten wurde er verspottet, verlästert und geschmäht. So hing er da zwischen Himmel und Erde. Festgenagelt am Holz, zerschunden und verletzt, voller Schmerzen, beladen mit unserer Sünde und Schuld, abgelehnt, verachtet und verlassen von Gott und Menschen.

Das unschuldige Opferlamm starb an unserer Stelle, die Strafe liegt auf ihm, damit wir Frieden hätten. Was für eine Liebe! Durch diesen Tausch am Kreuz hat Gott seine Gerechtigkeit und Gnade für uns aufgerichtet: gerecht aus Glauben, angenommen und geliebt!

 

2. Kor. 5,21: Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

Durch dieses gewaltige Ereignis wurden Himmel und Erde erschüttert! Finsternis bedeckte das Land und als Jesus sein Leben ließ, erbebte die Erde und Felsen zerrissen. Im Tempel zerriss der Vorhang vor dem Allerheiligsten, dem Ort der Bundeslade mit dem goldenen Gnadenthron. Dort hinein, in die Gegenwart Gottes, durfte nur der Hohepriester einmal im Jahr am Versöhnungstag, um mit Tierblut die Sünden des Volkes zu sühnen, denn ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung. Nun hat Jesu Blut den Weg zum Vater frei gemacht. Wir dürfen kommen, du darfst kommen.

Joh. 3,16: Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

 

 

 

Matthäus 25,31-75
Einige Gedanken von Helmut:
Petrus sitzt im Hof und will sehen was mit seinem Herrn passiert. Da spricht ihn eine Frau an: "Du warst doch auch mit diesem Jesus unterwegs." Darauf reagiert er das erste Mal mit einer Ausrede: "Ich weiß nicht wovon du sprichst!"
Er wechselte den Ort und ging an das Tor, dort sprach ihn ein Mädchen an, zu den Umstehenden gewandt sagte sie: "Der da war auch mit Jesus zusammen."
Nächste Ausrede (Lüge) Steigerung:  "Ich schwöre, ich kenne diesen Mann nicht!"
Dann wurde es eng für Petrus. Die Umherstehenden kamen ihm näher und behaupteten: "Natürlich gehörst du zu Ihm, das merkt man doch an deiner Sprache."
Nächste Steigerung: "Gott soll mich strafen wenn ich lüge, ich kenne diesen Mann nicht" und das war jahrelang sein Meister und Herr. Dann krähte der Hahn und Petrus wurde an die Vorhersage seines Meisters erinnert: Bevor der Hahn kräht wirst du drei mal behaupten dass du mich nicht kennst. Das war der Hammer. Jetzt kam die Einsicht, die Reue, es tat ihm so leid und er ging hinaus und weinte bitterlich.

Wie oft habe ich es in meinem Leben auch so gemacht? Bin ich auch so hinausgegangen und habe bitterlich über mein Versagen geweint. Das war echte Buße. Wie beten wir im Vater unser?
Vergib uns unsere Schuld, wie wir unseren Schuldigen vergeben. Das ist die echte Vergebung.
Jesus kam in die Welt um dir zu sagen, für dich und deine Schuld gehe ich diesen Weg. Niemand sonst kann Dir Deine Schuld nehmen ausser mir.
Danke lieber Herr Jesus für diesen Kreuzestod.

 

 

Matthäus 26,17-30

Einige Gedanken von Miri A.:

Das Abendmahl. Jeder kennt es, die meisten werden es schon selbst gefeiert haben und alle warten darauf, dass wir es gemeinsam mit Jesus wieder feiern dürfen.

Die Jünger damals freuten sich wahrscheinlich schon auf ein gemeinsames festliches Abendessen und bereiteten es gerne vor, als Jesus ihnen den Auftrag dazu gab. Ein Gastwirt und Räumlichkeiten waren schnell gefunden, das Essen wurde zubereitet und alle waren guter Stimmung als es losging. Für Jesus war es aber gleichzeitig sein Abschiedsessen. Eine letzte Möglichkeit, vor seinem Tod noch einmal Gemeinschaft mit seinen engsten Freunden zu haben.

Doch mitten in die lebhaften Gespräche hinein, lässt er die Bombe platzen: einer von ihnen wird ihn verraten. Unvorstellbar! Und doch wird sich auch diese Vorhersage bestätigen. Jesus nennt seinen Verräter sogar beim Namen und beweist damit, dass ihm nichts verborgen bleibt. Erstaunlich ist aber trotzdem, dass Judas zum Essen eingeladen ist, wie alle anderen auch. Jesus weiß, dass er ihn verraten wird, die Vorbereitungen dafür sind ja bereits getroffen, und trotzdem lädt er ihn ein. Bis zum Schluss gibt er Judas die Chance umzukehren und sich hinter ihn zu stellen. Auch wenn Judas seine Chance nicht genutzt hat, gilt das Gleiche heute noch für uns: Jesus gibt uns nicht auf. Er bietet uns jeden Tag die Möglichkeit, uns hinter ihn zu stellen, ihn nicht zu verleugnen und uns zu ihm zu bekennen.

Nach dieser schockierenden Nachricht spricht Jesus wieder mal in Rätseln, bietet seinen Freunden an, von seinem Leib und seinem Blut zu nehmen. Den Jüngern wird erst nach Jesu Tod und Auferstehung die wahre Bedeutung dieser Worte bewusst werden. Wenn wir das Abendmahl feiern, helfen sie uns heute, uns die Opfer Jesu und die Tragweite seiner Taten vor Augen zu führen und ihn mit allen Sinnen wahrzunehmen. Wir erinnern uns daran, dass er für uns gestorben ist, damit unsere Schuld ausgeglichen hat und somit die unüberwindbare Kluft zwischen Gott und den Menschen überwunden hat. Damit ist der Weg zu Gott frei, wir sind wieder mit ihm versöhnt, sobald wir das Opfer annehmen, das Jesus für uns erbracht hat.

Mit Jesu Tod und Auferstehung beginnt auch gleichzeitig der neue Bund, den Gott mit uns Menschen schließt, was Jesus ja während des Abendmahls auch anspricht. Während die Menschen im alten Bund immer wieder Opfer bringen müssen, um ihre Sünden nachträglich wieder gutzumachen, dürfen wir uns heute auf das allumfassende Opfer berufen, das Jesus für uns erbracht hat.

Somit trennt uns nichts mehr von Gott, wir können jederzeit zu ihm kommen. Diese Chance sollten wir auch immer wieder nutzen, Zeit mit Gott verbringen, ihm unsere Sorgen und Nöte anvertrauen und ihn für alles Gute in unserem Leben loben.

Nach diesem denkwürdigen Abendmahl unternimmt Jesus zusammen mit einigen seiner Jünger einen Verdauungsspaziergang im Park und die Geschichte nimmt, zum Entsetzen der Jünger, ihren Lauf…

 

 

Matthäus 26,14-16

Einige Gedanken von Michael B.:

Danach ging Judas Iskariot, einer der zwölf Jünger zu den führenden Priestern und sagte:

„Was gebt ihr mir, wenn ich ihn euch in die Hände spiele?“

Sie zahlten ihm dreißig Silberstücke. Von da an suchte Judas eine günstige Gelegenheit, Jesus zu verraten.

 

Judas Iskariot war einer der zwölf Jünger Jesu. Er war bei der Salbung des Herrn mit in dem Haus des Simons gewesen. Aber das Herz des Judas war verhärtet. Er konnte an der Salbung des Herrn keine Anteilnahme finden, weil er diese Salbung als Verschwendung hielt.

Judas hatte eine böse Neigung in seinem Herzen und die war nur auf Geld scheffeln angelegt. Seine Lust und Liebe bestand darin, nur dem schnöden Mammon zu dienen. Er wurde Sklave dieser Lust und Sünde.

Satan fuhr in Judas, der Iskariot genannt wird (Lukas 22,3).

Nachdem er es ihm ins Herz gegeben hatte (Joh 13,2) fuhr er nun in ihm, damit er den bösen Plan ausführe.

Satan geht so immer vor. Er ist Verführer und Mörder im Herzen, um dann ein Verbrechen begehen zu lassen.

Es ist wichtig den bösen Neigungen zu widerstehen und sie auch gar nicht erst ins Herz zu lassen.Wenn sie einmal im Herzen sind, müssen sie raus. Selbst wenn man böse Neigungen verbergen will, so kommen sie doch zu Tage. Doch um wirklich widerstehen zu können braucht es die Hilfe von Jesus, der im Herzen durch den Heiligen Geist wohnen möchte. Er hat das Böse überwunden!

Judas lieferte Jesus für einen lächerlichen Geldbetrag aus. „ Sogleich zahlten sie ihm dreißig Silberstücke aus, den Preis für einen Sklaven (2. Mose 21,32).

Für die führenden Priester war Jesus nur so wenig wert! Das war „ der herrliche Preis, dessen ich von ihnen wert geachtet bin (Sacharja 11,12+13).

Was tut Judas dort?

Er, der einer der zwölf Jünger Jesu war. Er, der wie alle Jünger von Jesus geliebt wurde. Er, der das Vertrauen von Jesus genoss.

Judas war der Verführung des Satans erlegen. Er wurde völlig in die Irre geführt. Sein Herz war verblendet, verblendet von der Sünde der Gier nach Geld.

Erst als die sündige Tat vollzogen war, da gingen Judas die Augen auf. Aber es war zu spät für ihn.

Manches an dieser Geschichte können wir nur schwer fassen. – Sie sollte aber eine ernste Warnung für uns sein, auf unser Herz zu achten. Was lassen wir in unsere Herzen? Welche Neigung haben wir im Herzen? Und sind wir vielleicht Sklave dieser Neigung? Wir haben die Möglichkeit dieses Jesus zu bekennen und ihn den Herrn sein zu lassen. Er kann und will uns davon befreien!

 

 

Markus 14, 1-9

Einige Gedanken von Franzi:

„Aber wahrlich, ich sage euch:Wo das Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt,wird auch von dem, was sie getan hat, geredet werden zu ihrem Gedächtnis.“ (Markus 14,9)

 

Und es stimmt!

Jedes Jahr vor Ostern lesen wir über diese Frau, die gegen alle Vernunft gehandelt hat, die sich wahrscheinlich bewusst war, welche Reaktionen ihr Verhalten provozieren würde und die den Protest ohne Rechtfertigung und Erklärung in Kauf genommen hat.

Jedes Jahr überlegen wir neu, ob es nun Verschwendung war oder nicht, was alles Gutes hätte getan werden können mit diesem Salböl und wie es hätte vernünftiger eingesetzt werden können.

Und jedes Jahr sind wir neu dazu aufgefordert, nicht mit menschlichen Augen auf diese Frau zu blicken, ihr Handeln nicht allein vernünftig zu beurteilen und keine menschliche Kosten-Nutzen-Analyse zu starten.

Stattdessen werden wir herausgefordert einen Blick in ihr Herz zu werfen, das voll von Liebe für diesen Jesus gewesen sein muss.

Wir werden herausgefordert uns selbst zu fragen, welches gute Werk wir an Jesus tun können, ob vielleicht „vernünftige“ Gründe uns von so manchem Liebesdienst abhalten oder ob wir uns in Rechtfertigungen und Erklärungen verlieren, wenn wir uns doch einmal trauen diesem leisen Impuls in unserem Herzen zu folgen.

 

Jesus stellt ohne Einschränkungen klar, wie bedeutend das Handeln dieser Frau für sein Reich war und dass die, in menschlichen Augen, wahnsinnige Verschwendung eine größere und tiefere Bedeutung hat, die uns nur allzu schnell verborgen bleiben kann, wenn wir unsere Maßstäbe ansetzen.

 

Letztendlich werden wir durch diese Frau und ihr kompromissloses Handeln für Jesus jedes Jahr vor Ostern neu aufgefordert im Gebet eine Frage vor Gott zu bringen:

 

Sind wir Menschen, die in den Augen anderer untrennbar mit dem Evangelium, mit dieser unglaublichen Geschichte des Gottes, der seinen Sohn für uns gab und an Ostern den Tod endgültig besiegt hat, sind wir Menschen, die damit verbunden werden? Und wie können wir heute zu einem solchen Menschen werden?

 

 

Lukas 19, 28-41 und Sacharia 9,9

Einige Gedanken von Manfred:

Er kam auf einem Esel wie ein Diener, nicht auf einem prachtvollen Pferd, nicht in königlicher Kleidung. Er kam nicht als König, um mit Gewalt zu erobern, sondern mit Liebe, Gnade und Barmherzigkeit und seinem eigenen Opfer für dich und für mich.

Wenn Jesus in unser Herz eingezogen ist, dann regieren Frieden und Liebe und die Welt kann den wahren König in unserem Leben regieren sehen. Ein wunderbare und unauslöschliche Hoffnung lebt jetzt in uns: Eines Tages am Ende unseres irdischen Lebens werden auch wir unseren ganz persönlichen Einzug ins neue Jerusalem erleben – das wird der schönste Tag für jeden Nachfolger des Herrn Jesus sein.

Die Botschaft von Ostern kann auch heißen: „Freu dich, das Beste kommt noch.“

Maranatha - Ja Herr Jesus, komm bald.